Pikosekunden oder Nanosekunden Laser?
Eine fundierte Entscheidungshilfe für Arztpraxen
Unsere Einordnung vorne weg
Die Frage ob „Pikosekunden- oder Nanosekunden-Laser?“ ist keine Glaubensfrage und auch keine reine Budgetentscheidung.
Sie ist eine technisch-medizinische Abwägung, die sich aus Indikation, Pigmentologie, Patientenklientel und wirtschaftlicher Realität ergibt.
Wer diese Ebenen nicht sauber trennt, kauft entweder fehldimensioniert oder technisch am Bedarf vorbei.
Physikalischer Ausgangspunkt: Laser-Impulsdauer ist kein Marketingbegriff
Medizinische Realität: Nicht jedes Tattoo ist gleich
In der Praxis entscheidet nicht die Laser-Technologie an sich, sondern das, was behandelt wird.
Schwarze, homogene Tattoos mit klassischen Carbon-basierten Pigmenten (Blackwork Tattoo) lassen sich mit dem hochwertigen BiAxis Nanosekunden QS Nd:YAG-System seit jeher effektiv behandeln.
Hier ist der Zugewinn durch Pikosekunden-Technologie zwar real, aber nicht zwingend notwendig, um ehrlich zu sein.
Sobald jedoch moderne Farb-Pigmente, organische Farbstoffe, Mischpigmente oder mehrfach überstochene (Cover-up) Tätowierungen oder bunte Permanent Make-up Pigmentmixturen ins Spiel kommen, verschiebt sich diese Situation.
Die Pigmentpartikel heutiger Hightech-Dispersionen (Tattoo & PMU Inks) sind kleiner, chemisch komplexer und reagieren deutlich sensibler auf thermische Effekte.
In diesen Fällen zeigen Pikosekunden-Laser, wie der BiAxis QS PICO Nd:YAG Laser eine überlegene Fragmentierung bei gleichzeitig höherer Gewebeschonung. Gleiches gilt für kosmetische Pigmente (PMU), Restpigmente und bisher therapieresistente Tätowierungen.
Biologische Konsequenzen: Die Pigment- und Fragmentgröße ist entscheidend
Pigment- und Fragmentgröße sind entscheidend. Die Größe der erzeugten Pigmentfragmente ist kein akademisches Detail, sondern biologisch relevant.
Fein fragmentierte Pigmentpartikel können effizienter durch Makrophagen aufgenommen und über das lymphatische System abtransportiert werden.
Gröbere Fragmente verbleiben häufiger länger im Gewebe, führen zu verzögerten Aufhellungen oder durch erhöhte Laser-Energieparametern zu inflammatorischen Reaktionen.
Aus diesem Grund ist die oft beobachtete Reduktion der Sitzungsanzahl bei Pikosekunden-Lasern keine „Marketing-Story“, sondern eine logische Folge der Fragmentationsphysik.
Hinzukommt, dass die mit der Stress-Relaxation-Time verbundene Pico-Impulsdauer vor allen Dingen bei kleineren modernen Pigmenten und Partikeln relevant und effizient ist.
Sicherheit, Risiken und Nebenwirkungen sind kein Nebenschauplatz
Wirtschaftlichkeit und Praxisrelevanz haben die häufigsten Denkfehler
- Anzahl der Sitzungen pro Kunde/ Patient
- Behandlungsdauer
- Komplikationsquote
- Patientenzufriedenheit
- Weiterempfehlung
- Reputation der Praxis










